
Motivation
Wenn Sie etwas verändern möchten fangen Sie am besten bei sich selber an. Sie werden dann erleben wie sich ihr Umfeld verändert. Wenn wir uns anschauen was uns und auch unsere Mitarbeiter motiviert ein bestimmtes Verhalten zu zeigen, dann wird im Wesentlichen durch folgende Faktoren bestimmt.
Motivation durch Abschauen (Vorbild-Funktion)
Leben Sie ihren Mitarbeiter das vor, was Sie für wichtig halten. Ihre Mitarbeiter werden dann, wenn Sie ihr Verhalten bewundern automatisch ihre Werte übernehmen und ihr Verhalten anpassen. Zeigen Sie ein Verhalten, wo ihre Mitarbeiter glauben, dass dies erfolgversprechend ist, dann werden sie dieses Verhalten kopieren um damit ihnen ähnlicher zu werden und in den Genuss des Erfolges zu kommen, den Sie symbolisieren.
Motivation durch Gehorsam
Lernen durch das gehorsame Abarbeiten von Anweisungen ist das klassische Lernen, welches am weitesten verbreitet ist. Üblicherweise wird dies auch deswegen so häufig praktiziert, weil Sie als Vorgesetzter die Macht haben dieses Verhalten zu belohnen oder zu bestrafen. Dieses Lernen hat allerdings auch Nachteile. Oft sind die Mitarbeiter nicht besonders motiviert, sondern arbeiten ihr Arbeitspensum nur einfach ab. Selten schauen Sie „über den Tellerrand“ hinaus und zeigen Begeisterung und überdurchschnittliches Engagement.
Motivation durch Begeisterung
Anders ist es wenn Sie Ihre Mitarbeiter für Ihre Ziele und Aufgaben begeistern können. Dieses Führungsverhalten wird auch oft als charismatisches Führen bezeichnet, da die Mitarbeiter Ihre Ziele verstehen und mittragen und sich damit voll identifizieren können. Ihre Ziele werden zu den Zielen der Mitarbeiter. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Sie Ziele haben, die offensichtlich für alle nützlich und wertvoll sind und dass Sie diese „verkaufen“ können. Wobei verkaufen hier nicht bedeutet, sie zu überreden, sondern den Nutzen für jeden Einzelnen klar herauszustellen und erlebbar zu machen. Die Grundregel lautet dabei: Sind Sie begeistert, so können Sie auch ihre Mitarbeiter begeistern. Sofern diese die Nützlichkeit und die emotionale Qualität erkennen und mittragen. Deckt sich Ihr Ziel mit den Zielen der Mitarbeiter, so nutzen Sie deren intrinsische Motivation.
Motivation durch Anerkennung
Für fast alle Menschen ist es wichtig neben der intrinsischen Motivation auch extrinsisch belohnt zu werden. Das heißt, wir suchen die Anerkennung durch Dritte um unser Selbstwertgefühl zu stärken, uns als wichtiges Gruppenmitglied zu fühlen, um dadurch unsere Daseinsberechtigung zu legitimieren. Eine Führungskraft hat die Aufgabe seine Mitarbeiter in dem was sie tun zu bestärken. Leistung soll belohnt werden. Da die meisten Menschen inzwischen so viel verdienen, dass sie ihre Grundbedürfnisse (Hunger, Durst, Dach über dem Kopf, usw.) decken können ist es inzwischen unerlässlich das Selbstwertgefühl der Mitarbeiter zu stärken und zwar durch die Anerkennung der Leistung, die sie erbringen. Leider wird dies heutzutage von vielen Chefs nicht oder zu wenig erkannt. Noch viel zu oft werden Mitarbeiter nach dem Motto „Nicht getadelt ist genug gelobt“ behandelt. Wenn wir uns selbst fragen, wie oft wir für unsere Leistung gelobt werden und ob wir gerne mehr Anerkennung hätten, dann beantworten die meisten dies sicher mit einem klaren „Davon könnte ich mehr brauchen“. Genau so geht es auch unseren Mitarbeitern. Und wenn Sie sich jetzt fragen, wann Sie zum letzten Mal einen ihrer Mitarbeiter gelobt haben, dann dürfte den meisten von Ihnen auffallen, dass bei Ihnen hier noch deutliche Verbesserungspotenziale schlummern.
Motivation durch „Etwas bewegen können“
Neuere wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Geld in den meisten Fällen nur ein geringer Motivator ist. Anerkennung durch den Chef funktioniert da schon viel besser. Noch besser schneidet allerdings ein anderer Faktor ab, der „etwas bewegen zu können“. Etwas bewegen zu können bedeutet, dass die Arbeit, die ich verrichte, wirklich dazu beiträgt etwas (positiv) zu verändern. Wenn Sie nach einem langen Arbeitstag nach Hause gehen taucht dann gelegentlich bei Ihnen die Frage auf „Was habe ich heute eigentlich wirklich Sinnvolles getan?“ Genau diese Frage stellt sich auch unseren Mitarbeitern.
Oder anders herum gefragt „Wann gehen Sie nach einem langen Arbeitstag nach Hause und haben dabei das gute Gefühl, dass der Tag heute erfolgreich und lohnend war?“. Was zeichnet solche Tage aus?
Sie haben etwas erreicht. Sie haben eine oder mehrere Aufgaben abgeschlossen und Sie sind Ihren Zielen ein Stück näher gekommen. Das ist genau das was auch Ihre Mitarbeiter möchten.
Was lernen wir daraus? Stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter dieses Erfolgserlebnis häufig haben damit ihre Arbeitszufriedenheit und ihre Motivation zunehmen. Sie als Führungskraft tragen die Verantwortung dafür, dass die Dinge, die Ihre Mitarbeiter erledigen auch wirklich Früchte tragen, bzw. dass die Aufgaben Ihre Mitarbeiter und das Unternehmen ein Stück voranbringen.
Wenn Sie diese Motivationsaspekte in Ihrer Führungsarbeit berücksichtigen und Ihre Mitarbeiter dann auch anerkennen wenn sie etwas Gutes getan haben, dann kommen Sie ihrem Ziel eine perfekte Führungskraft zu werden ein großes Stück näher.

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