Provokation – ja bitte!

Beim Provokativen Coaching bedient sich er Coach des Mittel Provokation um bestimmte Verhaltensweisenden des Coachees ad absurdum zu führen oder um einen Sachverhalt aus einem anderen, überhöhten Blickwinkel zu betrachten.

Voraussetzung für ein provokatives Caching, welches immer nur eine spezielle Methode innerhalb eines Coachings sein sollte, ist ein sehr enges, freundschaftliches und humorvolles Verhältnis des Coachees zum Coach und umgekehrt. Denn üblicherweise kommt dabei Ironie zum Einsatz.

Provokationen werden dann häufig eingesetzt, wenn der Coachee in einer bestimmten Ansicht feststeckt und der Coach ihm die Folgen seines Handels überverdeutlichen will.

Ein Beispiel:

Coachee: „Ich kann einfach nicht nein sagen und nehme immer neue Aufträge an. Dabei bin ich jetzt schon völlig überlastet.“

Coach: „Na dann würde ich an Ihrer Stelle, noch ein paar Aufträge zusätzlich annehmen, vielleicht geht es Ihnen dann gesundheitlich besser.“

Coachee: „Ja, da haben Sie wahrscheinlich Recht. Wenn ich so weitermache, dann könnte das schlimm enden.“

Coach: „Also, was würden Sie gerne ändern?“

Durch die dramatische Überhöhung seiner Einstellung wird dem Coachee klar wie absurd sein Verhalten ist, wenn er es weiter beibehält. Der Coach übersteigert das Verhalten und führt dem Coachee so vor Augen, welche paradoxen Konsequenzen sein Verhalten für ihn hat und regt ihn dadurch oft zum Lachen über sein irrationales Verhalten an, aber insbesondere dazu, darüber nachzudenken, wie er sich aus dieser Situation befreien kann.

Das Mittel der Paradoxen Überhöhung wird auch oft in Karikaturen angewendet um auf humoristische Weise durch ein völlig überzeichnetes Szenario aufzuzeigen. In dem oben genannten Beispiel zeigt der Coach dem Coachee, dass durch eine Steigerung seines Verhaltensmusters er seine Ziele, hier Gesundheit und Zufriedenheit, nicht erreichen kann.

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