
Coaching on the Job
„Coaching on the“ Job ist eine Form der sehr praxisnahen Unterstützung des Coachees. In Coachinggesprächen werden problematische Sachverhalte normalerweise immer durch den Coachee verbal dargestellt. Der Coach kann nicht überprüfen, ob und wie die jeweilige Problemsituation durch den Coachee korrekt wiedergegeben wird. Insbesondere in Fällen, wo der Coachee keine Erklärung für ein bestimmtes Verhalten seines Umfeldes hat, kann es sinnvoll sein den Coachee in diesen Problemsituationen (z.B. Teammeetings) zu begleiten, damit der Coach die Situation mit eigenen Augen miterleben und analysieren kann. Um den Fremdeinfluss durch die Anwesenheit des Coaches so gering wie möglich zu halten empfiehlt es sich in den meisten Fällen, dass der Coach sich nicht als Coach zu erkenne gibt, sondern als an den zu besprechenden Sachthemen interessierter Kollege oder ggf. als externer Berater. Im Anschluss an das Teammeeting tauchen dann der Coachee und der Coach die gegenseitigen Wahrnehmungen und Erkenntnisse aus. Dabei ist zu beachten, dass immer der Coachee seine Eindrücke zuerst schildert und zwar in der Reihenfolge „Was hat gut funktioniert?“ „Was könnte evtl. verbessert werden?“. Anschließend gibt der Coach seine Eindrücke und Erkenntnisse wieder. Gemeinsam werden anschließend Aktionen und Maßnahmen entwickelt, wie die aktuelle Situation des Coachees in der jeweiligen Situation verbessert werden kann. Der Coachee erhält die Aufgabe diese Maßnahmen in dem darauffolgenden Meeting umzusetzen und Rückmeldung zu geben. Gegebenenfalls ist es zweckmäßig, dass der Coach bei dem nächsten Meeting wieder teilnimmt um zu kontrollieren, ob die geplanten Maßnahmen Erfolge zeigen.
Grundsätzlich ist das „Coaching on the Job“ aufgrund des benötigten Zeitaufwandes als aufwändig einzustufen, erbringt aber oft sehr interessante Erkenntnisse und objektivere Informationen über die aktuelle Problemsituation. Es zahlt sich daher in den meisten Fällen aus diese Methode einzusetzen.

0 Kommentare