
Innovation
„Das Bessere ist der Feind des Guten.“
Innovation ist eines der Schlagworte unserer Zeit. Das ist kein Wunder, denn die technologischen Fortschritte, insbesondere in den Bereichen Digitalisierung und LifeScience, verändern die bisherigen Geschäftsmodelle teilweise von Grund auf. Neue Start-up’s werden gegründet, die mit Elan und technischem Knowhow neue Nischen besetzen und den tradierten Unternehmen Marktanteile abnehmen. Daher ist es insbesondere für die tradierten Unternehmen wichtig eine kritische Analyse der bisherigen Geschäftsmodelle und Business Pläne durchzuführen um Gefährdungspotenziale erkennen zu können und alternative Strategien zur Abwendung der Gefährdungen zu entwickeln. Dies kann z.B. mittels der Methode Business Model Canvas durchgeführt werden, oder mit dem „Kill the Company“-Ansatz.
Die Aufgabe von Führungskräften besteht auch darin das Unternehmen generell innovationsfreundlicher zu gestalten. Dazu gehören mehr Risikobereitschaft und Offenheit für Neues. Neben der eher klassischen Methode der unternehmensinternen Ideengenerierung mittels kreativer Techniken sollten die Mitarbeiter aktiv dazu angeregt werden sich über neue Geschäftsmodelle und Produkte/Dienstleistungen zu informieren, indem sie den Blick nach Außen wenden und z.B. auf Messen oder Veranstaltungen gehen, die den Horizont für neue Ideen erweitern. Dieses Trend Scouting fördert nicht nur die Innovationsfreude, sondern wird von den Mitarbeitern auch als willkommene Abwechslung und als Vertrauensbeweis gewertet.
Grundsätzlich kann unterschieden werden zwischen der markt- bzw. kundenorientierten Innovation, die sich an neuen Markt- bzw. Kundenbedürfnissen ausrichtet und der eher technikgetriebenen Innovation die in anwendungsbezogene Innovation und Grundlagenforschung unterteilt werden kann. Welcher konkrete Weg eingeschlagen werden sollte, hängt dabei in erster Linie von der Marktposition und dem Stärken-/Schwächenprofil des Unternehmens ab.
Um einen Innovationsprozess anzustoßen eignen sich die klassischen Methoden des Innovationsmanagements oder aber die modernisierte Version, die Methode des Design Thinking.
Die Vorgehensweise bei Innovationsprozessen folgt im Wesentlichen der folgenden Grundstruktur:
- Ideenkultur und Fehlertoleranz verbessern
- Ideen generieren
- Ideen bewerten und auswählen
- Entwurf eines oder mehrerer Prototypen (Prototyping)
- Markttest
- Bewertung
- Stop-/Go Entscheidung Produktstart vs. Produkteinstellung
Projektgruppen, welche darauf fokussiert sind den Innovationsprozess voranzutreiben bzw. zu beschleunigen, werden oft als Business Incubator oder Innovation Accelerator bezeichnet.

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