Kommunikation bringt’s

Kommunikation ist das wesentlichste Element unserer Interaktion. Ob verbal oder non-verbal der Austausch von Informationen ist das zentrale Element unserer sozialen Aktivitäten. Daher gehört auch die aktive Gestaltung des Kommunikationsverhaltens zu den zentralen Aufgaben der Personalentwicklung.

Wenn es zwischenmenschliche Probleme gibt, dann basieren diese fast immer auf einem nicht adäquaten Kommunikationsverhalten. Dies kann vielfältige Gründe haben.

Die in Coachings für Führungskräfte besonders oft auftretenden Gründe dafür sind:

  • die Fokussierung auf Sachinformationen in Kombination mit der Vernachlässigung emotionaler Informationen (interessiert sich nicht für mich als Mensch, nimmt mich nicht für voll, usw.)
  • Inkongruenz zwischen sprachlichen Aussagen und der Körpersprache (schaut mir nicht in die Augen, wenn er mit mir spricht, Anerkennungen sind leere Worthülsen, usw.)
  • fehlende Aufmerksamkeit und Desinteresse an der anderen Person (hört nicht wirklich aufmerksam zu, fragt nicht nach, holt keine Informationen ein, usw.)
  • kein oder zu geringer Austausch von Informationen (hält Informationen zurück, bindet Mitarbeiter nicht in Entscheidungen mit ein, usw.)
  • schlechte Kommunikationsqualität (drückt sich unklar aus, teilt seine Erwartungshaltung und Ziele nicht verständlich mit, vergibt Aufgaben mehrfach, usw.)

Beispiel

Bei einem meiner Coachees fiel mir auf, dass dieser mich nur sehr selten ansah und auch sonst keine offene Körperhaltung zeigte. Insbesondere bei wichtigen und persönlichen Aussagen konnte der Coachee mir nicht in Augen sehen und auch sonst war er in Bezug auf Augenkontakt eher zurückhaltend. Seine Körperhaltung war zudem oft seitlich ausgerichtet. Als ich ihn darauf ansprach war ihm sein Verhalten überhaupt nicht bewusst. Wir vereinbarten, dass ich ihm mein Kontaktbedürfnis dadurch verdeutliche, dass ich jedes mal, wenn er mir nicht die gewünschte Aufmerksamkeit zukommen lies, die rechte Hand heben würde. Meine Hand war relativ häufig oben und mein Coachee war mehr als überrascht, wie wenig Augenkontakt er mit mir hielt. Zudem zeigte er auch eine von mir relativ stark abgewandte Körperhaltung.

Anschließend beklagte er sich auch darüber, dass seine Mitarbeiter:innen ihn oft nicht für voll nahmen, wenig Aufmerksamkeit zeigten und er oftmals nachhaken musste damit seine Anweisungen befolgt wurden. Wir vereinbarten daraufhin, dass er sich vor einem Gespräch mit seinen Mitarbeitern jedes Mal darauf konzentrieren solle ausreichenden Augenkontakt zu halten und eine zugewandte Körpersprache zu zeigen.

Ergebnis

Schon nach zwei Wochen berichtete er mir telefonisch darüber, dass seine Kommunikation viel freundlicher und aufmerksamer wahrgenommen wurde. Seine Mitarbeiter:innen hätten ihn viel zuvorkommender behandelt und deutlich sympathischer reagiert.

Bei unserem nächsten Coachingtermin fiel mir die deutliche Veränderung seines Kommunikationsverhaltens sofort positiv auf. Er hatte die Aufgabe konsequent und mit vollem Erfolg umgesetzt. Dafür wurde von seinen Mitarbeitern:innen mit Sympathie und einem hohen Grad an Aufmerksamkeit belohnt. Auch bei unseren Folgeterminen hat er dieses Verhalten beibehalten und berichtet, dass sogar sein Privatleben sich dadurch deutlich verbessert habe.

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