Spontane Mitarbeitergespräche führen
Anlässe für Gespräche mit unseren Mitarbeitern gibt es viele. Von den spontanen Gesprächen an der Kaffeemaschine oder in der Teeküche bis hin zu dem informellen Austausch in der Kantine oder im Gang zum Büro. Diese Gespräche haben meist keinen konkreten Anlass, aber sind wesentliche Bestandteile der abteilungsinternen, aber auch abteilungsübergreifenden Kommunikation. Auch wenn sie häufig nur dem Gesprächsbedürfnis auf der sozialen und emotionale Ebene dienen, so werden auch oft berufliche Inhalte besprochen.
Insbesondere Führungskräfte haben inzwischen die Notwendigkeit erkannt auch außerhalb der eher zweckgebundenen „klassischen“ Kommunikation, wie z.B. Jour fixe oder Projektbesprechungen, diesen Kommunikationsweg zu nutzen. Das reicht von dem einfach mal mit den Mitarbeitern gemeinsam Mittagessen zu gehen bis hin zum geplanten Austausch emotionaler und sozialer Inhalte am Arbeitsplatz. Die Bedeutung dieser Art von Gesprächen wurde insbesondere von einem großen deutschen Automobilzulieferer erkannt und in Form der FROG-Initiative auf der Produktionsebene dauerhaft etabliert. FROG bedeutet „Fertigungsrundgang ohne Grund“. Die Führungskräfte sind bei FROG dazu verpflichtet in regelmäßigen Abständen mit ihren Mitarbeitern vor Ort auch über soziale Themen wie (Geht’s Dir gut? Wie geht es deiner Familie? Wie war dein Wochenende?) zu reden. Das verbessert die persönlichen Beziehungen nachhaltig und führt u.a. auch dazu, dass die Mitarbeiter eher über berufliche Probleme offene reden und ggf. Verbesserungsvorschläge äußern.
Führungskräfte erkennen immer häufiger, dass zu einem erfolgreichen und integren Team es nicht nur erforderlich ist, dass das Leistungsniveau stimmt, sondern auch dass die sozial-emotionalen Aspekte des Miteinanders angemessen Berücksichtigung finden. Die Interessen der Mitarbeiter werden stärker wahrgenommen, der Krankenstand geht zurück und das Team fühlt sich insgesamt miteinander wohler. Die Mitarbeiter sehen sich als Teil eines Systems, dass ihre Bedürfnisse nach Anerkennung und Akzeptanz sowohl leistungsbezogen als auch sozial berücksichtigt.

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