
Metaphern
Eine Metapher ist ein rhetorisches Stilmittel und bezeichnet einen sprachlichen Ausdruck mit bildhaftem Inhalt.
Sie wird häufig verwendet um die Bedeutung eines Wortes oder Satzes bildhaft zu veranschaulichen und ist daher besonders geeignet um bei einem Gesprächspartner die zu vermittelnde Botschaft zu verdeutlichen. Durch die Verknüpfung mit bildhaften Elementen ist es für den Empfänger der Nachricht einfacher den Inhalt zu verstehen bzw. eine Situation nachzuempfinden. Durch die Assoziation mit Bildern wird die Nachricht zudem stärker im Gedächtnis verankert und wirkt somit länger nach. Daher eignen sich Metaphern auch sehr gut um Argumente zu verdeutlichen und emotional zu verankern. Dies setzt allerdings voraus das die angesprochene Person den bildhaften Vergleich auch nachvollziehen kann.
Da sich Metaphern sehr häufig in Redewendungen, Sprichwörtern und Zitaten befinden, werden diese besonders gerne zu Beginn und zum Abschluss von Reden und Präsentationen eingesetzt um die Kernbotschaft zu verstärken.
Typische Beispiele für Metaphern sind:
- Im Schneckentempo vorangehen (Sich sehr langsam fortbewegen)
- Die Kuh vom Eis kriegen (Ein Problem lösen)
- Die Nadel im Heuhaufen suchen (Eine fast aussichtslose Suche)
- Jemandem das Wasser nicht reichen können (Jemandem an Fähigkeiten, Leistungen nicht annähernd gleichkommen)
Metaphern sind insofern Analogien, als dass sie vergleichbare Situationen oder Bilder aus anderen Bereichen zur Verdeutlichung heranziehen. Dabei ist zu beachten, dass die herangezogenen Analogien interkulturell unterschiedlich sein können.
Typische Beispiele hierfür sind:
- Es regnet Bindfäden (It’s raining cats and dogs.)
- Er geht mir auf die Nerven. (He’s a pain in my neck/ass.)
Wie aus den oben genannten Beispielen leicht nachzuvollziehen ist, kann bei der wörtlichen Übersetzung der bildhaften Analogien in eine Fremdsprache, wie dies insbesondere bei interkulturellen Dialogen auftreten kann, aufgrund der unterschiedlichen „Bildsprache“ zu Missverständnissen führen.

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