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Anerkennung und Wertschätzung

Anerkennung bzw. Wertschätzung ist der erfolgreichste und wichtigste „Pfeil im Köcher einer Führungskraft“. Bedauerlicherweise wird gerade diesem Aspekt im Führungsalltag viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Ganz im Gegenteil. Häufig bestimmt Kritik unseren Berufsalltag.

Dabei sind fast alle Menschen hungrig nach Anerkennung und Wertschätzung. Psychologische Studien zeigen, dass wir Anerkennung meist höher bewerten als eine Gehaltserhöhung. Insbesondere dann, wenn wir bereits über ein Einkommen verfügen, welches unsere Grundbedürfnisse weitgehend befriedigen kann.

Wenn wir Anerkennung /Wertschätzung geben wollen, dann sollten wir folgende Dinge berücksichtigen, damit unsere Anerkennung auch möglichst wirkungsvoll ausfällt.

Anerkennung sollte im Idealfall möglichst zeitnah erfolgen und sie sollte möglichst konkret den anerkennenden Sachverhalt beschreiben.

Ein Beispiel: Wenn wir unserem Mitarbeiter sagen, dass wir uns freuen ihn im Team zu haben und dass er gute Arbeit leistet, dann ist das zwar schon mal ein guter Anfang, aber die Anerkennung ist deutlich steigerungsfähig. Warum? Weil dieser Satz unspezifisch ist und wir diesen Satz im Prinzip zu jedem Mitarbeiter sagen könnten. Effektvoller und nachhaltiger ist z.B. die folgende Anerkennung: „Danke Herr X, dass Sie sich gestern bereit erklärt haben sich noch um das Problem des Kunden Y zu kümmern. Dieser hat sich bei mir besonders bedankt und ihre Verdienste hervorgehoben. Ich weiß dies besonders zu schätzen, da Sie extra ihr Fußballtraining haben ausfallen lassen. Herzlichen Dank dafür.“

Die Voraussetzung für besonders gute Anerkennung ist Achtsamkeit und Aufmerksamkeit. Denn nur, wenn wir genau wissen welche „Opfer“ unser Mitarbeiter auf sich genommen hat und was er genau geleistet hat, können wir eine wirkungsvolle und nachhaltige Anerkennung aussprechen.

Bitte bedenken Sie auch, dass Kritik dann besser wirkt, wenn wir ab und zu auch echte Anerkennung aussprechen. Denn wer fast nur kritisiert wird als Dauernörgler abgetan und dessen Kritik fällt damit auch meist auf nicht besonders fruchtbaren Boden.

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