
Ankering
Ankering ist eine NLP-Technik, welche sich die Hypothese zu Nutzen macht, dass wir bestimmte, sich wiederholende Erfahrungen mit bestimmten Wahrnehmungen verknüpfen.
Ähnlich dem Pawlowschen Hundeexperiment zur Klassischen Konditionierung erfahren die meisten Lebewesen eine Prägung. Dabei bedeutet Prägung, dass wir zwei oder mehrere praktisch gleichzeitig auftretende Ereignisse kausal miteinander in Verbindung bringen und im wiederholten Fall als Erfahrung bzw. Gesetzmäßigkeit in unserem Gehirn abspeichern (Wenn A dann B). D.h. wenn Sie z.B. das Zirpen von Grillen hören, dann erinnern Sie sich an einen tollen Sommerabend in Italien und tauchen automatisch in die (hoffentlich) gute Stimmung ein, die Sie damals hatten. Diese Stimmung bleibt Ihnen auch dann für eine gewisse Zeit erhalten, wenn die Klang-Stimulation nachlässt. Grundlage dafür ist, dass wir mit bestimmten Reizen bestimmte Stimmungen assoziieren, die dann unser Verhalten und /oder unsere Sprache prägen. Derartige Verknüpfungen lassen sich nicht nur bei Tieren, sondern auch beim Menschen willentlich herstellen.
Wenn Sie z.B. besondere Glücksgefühle haben und dabei immer eine bestimmte Stelle an ihrem Arm drücken, dann erhalten Sie nach einer gewissen Zeit und Häufigkeit, automatisch ein gutes Gefühl, wenn Sie diese Stelle drücken, auch wenn es aktuell keinen Anlass zum Glücklichsein gibt. Desgleichen funktioniert natürlich auch mit negativen Assoziationen. Rennfahrer nutzen diesen Effekt auch indem sie die Rennstrecke mehrfach in Gedanken durchfahren und ihre Assoziationen (Achtung scharfe Kurve- stark abbremsen und sehr aufpassen) um anschließend auf die reale Situation gut vorbereitet zu sein. Ihr Gehirn aktiviert dann in der realen Situation die im Vorfeld assoziierten Gedanken und Gefühle und ist auf die jeweilige Situation besser vorbereitet. Dieses Verfahren wird auch „Future Pace“ genannt und wird häufig im Hochleistungssport angewendet.

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