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Fehler zugeben?

Fehler zuzugeben fällt uns meist schwer. Je schwerwiegender die Fehler sind, desto schwerer fällt es uns naturgemäß diese einzugestehen. Daher entwickeln wir oft Strategien um unsere Fehler zu kaschieren. Dabei zeigt sich jedoch, dass wahre Stärke darin besteht, dass wir zu unseren Fehlern stehen und diese auch zugeben. Wichtig ist, dass wir uns klar werden und dies ggf. auch öffentlich machen, wie wir zukünftig diese Fehler vermeiden werden. Es ist also wichtig eine Fehlerstrategie aufzuzeigen und diese auch zu befolgen. Damit zeigen wir unseren Mitarbeitern, dass Fehler etwas „ganz normales“ sind und wir aus unseren Fehlern lernen. Die Etablierung einer offenen Fehlerkultur ist das, was eine Organisation stark macht. Fehler zu vertuschen schwächt die Zusammenarbeit, Fehler eingestehen und (evtl. gemeinsam) nach Lösungswegen suchen, stärkt diese.

Wer nicht aktiv ist macht auch keine Fehler (außer natürlich den, dass er nicht aktiv ist). Aber gerade wir Führungskräfte erwarten zunehmend von unseren Mitarbeitern, dass diese eigenständig denken und handeln. Diese Eigenverantwortlichkeit erhöht zwar die Reaktionsgeschwindigkeit und Innovationsfähigkeit bringt automatisch auch eine höhere Fehleranfälligkeit mit sich. Mitarbeiter und auch wir selbst lernen aus Fehlern und verbessern dadurch im Laufe der Zeit unsere Gesamtperformance. Erst wenn die gleichen Fehler immer wieder gemacht werden, sollten wir als Führungskraft ein Gespräch mit unserem Mitarbeiter führen und ihn Fragen, ob er unsere Ansicht ebenfalls vertritt und wie er gedenkt zukünftig diese Fehler zu vermeiden. Derartige Gespräch sollten idealerweise immer unter vier Augen besprochen werden. Nur in Ausnahmefällen, z.B. bei einer extrem offenen Unternehmenskultur, sollten individuelle Fehler im Team besprochen werden, so dass die anderen Teammitglieder daraus lernen können. In diesem Fall sollten wir vorher die Zustimmung des Verursacher vorab in einem Zweiergespräch einholen um diesen nicht zu blamieren oder zu kränken.

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