
Selbst ist der Mann
Wenn man(n) nicht alles selber macht…!
…dann delegiert man(n) die Aufgaben an seine Mitarbeiter und damit auch an die Personen, die diese Aufgabe besser erledigen sollten als man selber dies kann. Damit die Mitarbeiter auch in der Lage sind die Aufgaben besser oder zumindest gleich gut zu erledigen ist es erforderlich, dass die Führungskraft die Mitarbeiter dazu befähigt. Der „unerschütterliche“ Glaube daran, dass man es besser kann als die Mitarbeiter und daher es auch selber erledigen muss oder zumindest genau überprüfen muss was die Mitarbeiter erledigt haben, führt unausweichlich zu massiven Problemen. Nicht nur, dass die Mitarbeiter sich nicht anerkannt fühlen, sondern auch zu einem immensen Führungs- und damit Arbeitsaufwand für die Führungskraft.
Oft vergessen Führungskräfte, dass es ihre Hauptaufgabe ist ihre Mitarbeiter so zu befähigen, dass diese praktisch alle anfallenden Aufgaben erledigen können und nur im Ausnahmefall die Expertise der Führungskraft benötigen (Management by Exception). Deshalb ist es wichtig, dass eine Führungskraft ihren Mitarbeitern nicht die Lösung liefert, sondern ihnen die Fähigkeit zur Problemlösung vermittelt.
Es ist ein bisschen wie bei der Erziehung von Kindern. Wenn ihr Kind ein Problem mit einer Mathematikaufgabe hat, dann werden Sie sicher nicht die Aufgabe für das Kind lösen und ihm das Ergebnis mitteilen, sondern sie werden versuchen, ihrem Kind Wege aufzuzeigen, wie es diese und alle zukünftigen Aufgaben lösen kann. Das dauert zwar länger, ist aber auf lange Sicht die einzige sinnvolle Möglichkeit ihr Kind zu befähigen. Und das Gute daran ist, dass, wenn Sie es richtig gemacht haben, Sie zukünftig nicht mehr mit weiteren Fragen zu vergleichbaren Mathematikaufgaben belästigt werden. Sie verbessern damit das Selbstwertgefühl Ihres Kindes oder Mitarbeiters, so dass diese das gute Gefühl haben Probleme selbstständig bewältigen zu können.

0 Kommentare