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Leichtigkeit und Freude

Gerade Führungskräfte, die besonders engagiert sind, leiden oft darunter, dass sie die entsprechende Anerkennung für Ihre erbrachte Leistung nicht erhalten. Sie arbeiten gerne und auch viel, erhalten aber oft nicht den „Lohn“ ihrer Anstrengungen. Frustration und manchmal auch Verbitterung machen sich breit und können im schlimmsten Fall zu Depressionen oder Burn-out führen. Die Ursachen für eine derartige Problemstellung liegt häufig darin begründet, dass die Führungskraft Ihre Anstrengungen an Zielen ausrichtet, die entweder mit dem Vorgesetzten und/oder den Mitarbeitern nicht abgestimmt sind, bzw. diese die Ziele nicht mitgestalten konnten und somit sich eher neutral oder sogar kontraproduktiv verhalten.
Ein weiterer Grund ist, dass die Führungskraft einen Großteil seiner/ihrer Energie ganz darauf verwendet berufliche Themen voranzubringen. Wenn wir Leichtigkeit und Freude in unser Leben bringen möchten, dann ist es bedeutsam, dass wir nicht nur Beruf und Familie ganz oben auf unserer Prioritätenskala haben, sondern auch private persönliche Ziele, wie z.B. Hobbys. Wenn wir den „Sinn unseres Lebens“ auf eine breitere Basis stellen, d.h. mehrere Ziele (beruflich, familiär, persönlich) haben, die wir erreichen wollen, dann fällt es uns auch leichter mit beruflichen Hindernissen oder Rückschlägen umzugehen. Wir gewinnen mehr Abstand zu unseren beruflichen Zielen sind souveräner und erreichen damit mehr Leichtigkeit und damit auch mehr Freude. Dies wiederum führt dazu, dass wir von unserem Umfeld als lockerer und entspannter und damit auch sympathischer wahrgenommen werden.
Perfektionismus, fehlendes Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter und damit einhergehend

eine unzureichende Delegation der Aufgaben führen zu einer Angestrengtheit, die sowohl unserm Team als auch unserer persönliche Arbeitsorganisation und auch Gesundheit nicht zuträglich ist. Typische Sätze, die ich in diesem Zusammenhang höre sind: „Wenn man nicht alles selber macht.“ oder „Bevor ich die Aufgabe meinem Mitarbeiter gebe und ihm diese lang erklären muss, kann ich es auch gleich selber machen.“ Micromanagement ist die typische Folge dieser Einstellung und führt oft dazu, dass die Führungskraft verstärkt operativ arbeitet und die strategischen Aufgaben in den Hintergrund rücken. Langfristig fügt die Führungskraft damit dem Unternehmen mehr Schaden zu als Nutzen.

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